Kulturelles und Touristik im Artland

Kulturelles und Touristik im Artland – Kulturschatz Artland, touristische und kulturelle Angebote wie z.B. “Giebeltour”, “Ackerschnackertour”, Musiktage

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Beschreibung

„Artland – hat das etwas mit Kunst zu tun?“

Diese Frage ist oft von Touristen zu hören, die den Weg in den nordwestlichsten Teil des Osnabrücker Landes finden. Stärker als viele andere Landschaften hat die uralte bäuerliche Hochkultur des Artlandes ihre Ursprünglichkeit bewahrt. In dieser durchaus als parkähnlich zu bezeichnenden Landschaft sind die mächtigen Höfe von mächtigen Eichenhainen umgeben. Die Wohlhabenheit und vornehme Lebensart des Artlandes als „Kornkammer des Bistums Osnabrück“ wurde schon immer vom angrenzenden Oldenburger Münsterland beneidet.

Die fruchtbare Haseniederung ist eben das Land der großen Höfe. Woher kam dieser Wohlstand? Zweifellos vom Fluss Hase, der sich in viele Arme verzweigt und das Artland alljährlich mit fruchtbarem Boden aus dem Wiehengebirge überschwemmte. Und so entstand hier das fruchtbare Ackerland – und damit der Begriff „Artland“, der sich vom lateinischen „arare“ für „ackern“ herleitet.

Kultur

Wirtschaftlicher und kultureller Mittelpunkt des „Kern-Artlandes“ war seit jeher die Stadt Quakenbrück, deren Name ebenfalls an die fruchtbare Haseniederung erinnert. Mitgliedsgemeinden sind die Gemeinden Badbergen, Menslage, Nortrup und die Stadt Quakenbrück. Zwar nicht verwaltungsmäßig, aber doch kulturell ist auch das zur Samtgemeinde Bersenbrück gehörige „Artlanddorf“ Gehrde mit mustergültig restauriertem malerisch-historischem Ortskern Bestandteil der Kulturlandschaft Artland.

Das Artland mit seinen kulturhistorischen und strukturräumlichen Eigenarten ist als Lebens- und Erholungsraum nach wie vor von hoher Qualität – und umfasst im touristischen Sinne über das „Kern-Artland“ hinaus die Samtgemeinden Bersenbrück, Fürstenau und Neuenkirchen. Mit seiner einzigartigen ländlichen Baukultur verfügt der Kulturschatz Artland über die höchste Dichte an historischen Fachwerkgebäuden in ganz Europa, deren Geschichte oft bis ins frühe Mittelalter zurückreicht. Es sind mehr als 1.000 denkmalgeschützte Hofanlagen. Somit ist das Artland aus dem Blickwinkel des Denkmalschutzes ein Aushängeschild für Niedersachsen.

Das Artland ist bis heute ein typisches Beispiel dafür, dass auch eine Niederungslandschaft interessant und abwechslungsreich sein kann. An diesem heute drittwichtigsten Wirtschaftsstandort im Landkreis Osnabrück verbinden sich, vor allem aufgrund der attraktiven geografischen Lage, leistungsfähige Infrastruktur, standortbedingte Kostenvorteile und eine gezielte Unterstützung durch die lokale Wirtschaftsförderung. Hinzu kommt das vielfältige kulturelle Angebot, angefangen beim „Musiksommer Artland“ bis zum „Kulturschatz Artland live“ mit Baukultur und Denkmalpflege „zum Anfassen“, organisiert vom Artland-Regional-Tourismus, kurz ARTour.

Seit mehr als 20 Jahren gehört dazu der niedersachsenweite „Tag des offenen Denkmals“, denn gerade dieser Aktionstag soll die Besucher neugierig machen, um selbst an der Erhaltung der Kulturdenkmale aktiv mitzuwirken und bietet überdies eine gute Gelegenheit, das Bewusstsein für die Einzigartigkeit und Schönheit des kulturellen Erbes zu schärfen und für die Belange des Denkmalschutzes öffentlich zu werben.

Das Artland ist nicht nur eine attraktive Kulturlandschaft, sondern auch eine besondere Adresse für engagierte und kreative Menschen. Die heutigen Hofbesitzer haben sich erstaunliche Wege ausgedacht, baukulturelle Tradition auch für die Zukunft zu sichern. Das betrifft insbesondere Neu- und Umnutzungen, beispielsweise zu Ferienwohnungen, Hofläden (teilweise mit Direktvermarktung) oder Hofcafés, Brauerei, Tierzucht, Pferde- und Kutschenmuseum, Kunstateliers oder Kleintierkrematorium.

Touristik

Das touristische Angebot innerhalb der Samtgemeinde Artland ist heute breit gefächert. So führte die 65 Kilometer lange „Giebeltour“ durch das Kerngebiet des Kulturschatzes Artland. Hinweistafeln an den einzelnen Höfen geben Informationen zur Geschichte und heutigen Nutzung der Gebäude. Motiviert durch den großen Erfolg der „Giebeltour“ gibt es seit kurzem mit der „AckerschnackerTour“ eine weitere touristische Attraktion. Auf etwa 54 Kilometern beinhaltet diese Themenroute eine Streckenführung im westlichen Kern-Artland über die Ortsteile Groß Mimmelage, Nortrup, Klein Mimmelage, Wierup, Hahlen und Menslage. Virtuell und akustisch begleitet wird der Tour-Teilnehmer mittels einer Hörsäule von dem sogenannten Ackerschnacker, einem ländlichen Original, das im Verlauf der Tour die Region mit ihren Sitten und Gebräuchen anhand humorvoller Geschichten vorstellt.

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